Nachdem Corona uns allen gezeigt hat, wie schnell sich Pläne ändern können, konnte Jenny nach einigen Jahren Pause endlich wieder Tlholego besuchen. In diesem Post berichtet sie von ihrer Zeit vor Ort.
Das große Wiedersehen
Das erste Mal seit wir unsere Tlholego Eco School ins Leben gerufen hatten, konnte ich sie mir mit eigenen Augen ansehen. Die Lehrer:innen Taryn und Dave kannte ich nur von Skype-Gesprächen und auch die Kinder hatte ich seit einiger Zeit nicht gesehen (sie werden ja so schnell groß 😉 ).
Ein Besuch auf der Farm ist immer ein besonderes Erlebnis, da ich immerhin viele Monate dort gelebt habe, meine zweite Familie und viele, tolle Freunde gefunden habe. Umso schöner war der Empfang – mit selbst gemalten Bildern, einem Willkommensschild und einem großen Grillfest. Die Tränen kamen da natürlich von dem vielen Staub auf der Farm.
Ganz begeistert war ich von unseren Lehrer:innen. Da ich selbst vor vielen Jahren vor Ort unterrichtet habe, weiß ich, wie anstrengend es sein kann und wie viel Arbeit man täglich in den Unterricht und in die Bespaßung von vielen, unterschiedlich alten Kindern stecken muss. Für Taryn und Dave schien das kein Problem. Im Gegenteil: Die Freude war ihnen anzusehen und die Kinder sahen in ihnen längst enge Bezugspersonen, denen sie vertrauen.
Während meines Besuchs wurden sogar Klausuren geschrieben. Da es so kalt in den Räumlichkeiten war, wurden die Prüfungen nach draußen in die Sonne gelegt.
Gemeinsamer Abschluss
Am letzten Tag fand ein großer Sporttag statt, mit allen sportlichen Spielen, die man sich vorstellen kann und solche, die man sich nicht vorstellen kann. Was eigentlich für die Kids gedacht war, entwickelte sich zu einer Olympiade für die Eltern, Großeltern und alle, die vor Ort waren. Wir hatten eine Menge Spaß und konnten am Abend sehr gut schlafen.
Viel zu schnell ging es wieder nach Hause. Hoffen wir mal, dass das nächste Mal nicht alle Kinder größer als ich sind.
Jenny



